Homestory mit #BrunoWickart: Das Eigenheim-Projekt 05

Elektroplanung stellt uns vor Herausforderungen

HOMESTORY BRUNO WICKART
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Wir befassen uns ja gerne mit Themen, die sich rund ums Wohnen drehen und bislang investieren wir auch reichlich Zeit und planen unsere zukünftige Eigentumswohnung wo möglich bis ins kleinste Detail. Dabei stellt sich nun heraus, dass uns alles rund um Elektrizität und Multimedia die mit Abstand grösste Knacknuss ist, die es zu knacken gilt. Die Elektroplanung stellt uns vor diversen Herausforderungen: Wir befinden uns einerseits im Spannungsfeld unsere Wohnung so «clean» wie möglich zu belassen. Also nur so viele Steckdosen und Schalter wie nötig. Andererseits haben wir das Gefühl von diesen so viele wie möglich verbauen zu wollen, um zukünftig für den jeweils aktuellsten Stand der Technik gerüstet zu sein. Es ist ein bisschen wie vor einigen Jahren mit dem CD-Laufwerk beim Notebook. Es wegzugeben kostet Überwindung und wenn man es mal nicht mehr hat, vermisst man es dann aber auch nicht mehr. Das Problem besteht allerdings darin, dass eine zusätzliche Steckdose nicht einfach so schnell hergezaubert werden kann.

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Was also tun? Wir sind uns einig: Stromanschlüsse werden wir immer in irgendeiner Form benötigen. Hier sparen wir nicht und ergänzen die bestehende Planung um reichlich Steckdosen. Für die Multimedia-Anschlüsse verhält es sich genau andersrum. Das Zauberwort heisst Leerdosen mit Blindabdeckungen. Wir möchten so viel Kabelsalat wie möglich verhindern, müssen alternativ aber auf WLAN setzen. Etwas skeptisch sind wir hinsichtlich Elektrosmog. Aber der sollte nun auch nicht (viel) gegenüber heute zunehmen. Einen versteckten Multimediaanschluss lassen wir bspw. in einem Küchenschrank verbauen und platzieren dort einen Wlan-Verstärker, der uns das Signal in der gesamten Wohnung verteilt. Ansonsten haben wir nur noch einen Multimediaanschluss in der Bibliothek vorgesehen. Alle restlichen sieben (!) Anschlüsse lassen wir ausschliesslich eine Leerdose verbauen. Wir haben uns zuvor aus rein ästhetischen Gründen vor diesem Schritt gescheut. Aber seien wir mal ehrlich – die fallen nicht auf, da diese meistens durch Möbel verdeckt sind.

Wie «Smart» soll unser neues «Home» sein?
Noch mehr Kopfzerbrechen macht uns die Integration eines Smart Home-Systems. Vorab sei erwähnt, dass wir nach wie vor Tasten wollen und nicht alles via App steuern (schon auch nur wegen der Kinder) und auch nicht den Anspruch haben alle miteinander zu vernetzen. Licht und Markisen ja, die Thermostaten optional.

Wir kennen uns in der Thematik schlicht und einfach kaum aus und mussten entsprechend viel Zeit mit Recherche und Gesprächen verbringen. Auf KNX möchten wir verzichten. Die Gründe liegen auf der Hand: kostspielig und unflexibel. Dann gibt es da Zigbee und Shelly. Zwei mögliche Alternativen, die zwar in Frage kämen, wir aber für uns als nur bedingt geeignet finden. Denn wir haben Lampen, in die (noch) keine smarten Leuchtmittel passen und das oberste Ziel, nämlich die Anzahl Tasten zu reduzieren, nur bedingt erfüllt. Klar, der Preis ist hier attraktiv und schlägt kaum zu buche und eine Vielzahl an bekannten Hersteller unterstützen den Zigbee-Funkstandard.

Wir sind nun auf ein noch sehr junges Start-up aus der Schweiz gestossen. DingZ nennt sich der WLAN-Taster und vermag es vier Funktionen auf ein Modul zu bringen. So können bspw. vier Lampen oder zwei Lampen und eine Markise darüber steuern – oder kombiniert. Auch ein Thermostat kann daran anschlossen werden. Genau was wir suchen! Natürlich birgt das Ganze ein gewisses Risiko. Denn wer weiss ob es das Unternehmen in fünf Jahren noch gibt und ob das geschlossene System dann noch weiterentwickelt wird. Die Kosten hierfür befinden sich im mittleren Bereich und wir haben uns dazu entschlossen, DingZ für unseren Ausbau zu berücksichtigen. Die Taster sind mit dem Modell Edizionedue des Schweizer Herstellers Feller kompatibel und können x-beliebig ausgetauscht werden. Auch wenn wir uns schönere Taster als die von Feller gewünscht hätten, so sehen wir mehr Chancen als Risiken mit DingZ. Und da eine Apple Homekit-Zertifizierung ansteht, sind wir zuversichtlich eine gute Lösung für uns gefunden zu haben – nach etlichen nächtlichen Blogbesuchen und Youtube-Tutorials schauen.

Unsere Tipps an Sie

  • Stromanschlüsse lieber zu viele als zu wenige – denn Sie wollen die Kabel kaum sichtbar meterlang durch die Wohnung ziehen wollen
  • Planen Sie Leerdosen mit Blindabdeckungen anstelle ganz auf zukünftige (Multimedia-)Anschlussmöglichkeiten verzichten zu wollen. Sie bleiben so flexibel
  • Wenn Sie auf ein Smart Home-System setzen wollen, gibt es kostengünstigere Alternativen auf dem Markt als KNX. Entscheiden Sie sich für ein offenes System (wie bspw. Zigbee) oder ein geschlossenes System (wie bspw. DingZ) und wiegen Sie Vor-/Nachteile gut ab. Sie sollten jedoch Änderungen selber vornehmen können und nicht auf einen Spezialisten angewiesen sein.

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Michel N. (37) und Michèle G. (36) leben mit ihrer Tochter Lilou (2) in Luzern. Die beiden Kommunikationsspezialisten mit Flair für schönes Wohnen, erfüllen sich den Wunsch einer Eigentumswohnung nahe der Stadtgrenze Luzern. Bruno Wickart begleitet und berät das Paar bei Ihrem Projekt ab dem ersten Tag – von der Grundrissgestaltung bis zum fertig möblierten Objekt.

Brauchen Sie Unterstützung bei Ihrem Wohnprojekt. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Informationen hierzu finden Sie hier ((https://www.bruno-wickart.ch/interior-design))

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